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  • Freitag, 10. November 2017,

    Theley: Der Kammmolch zieht um

    Der Kammmolch musste umziehen. In einem kleinen Weiher am Rand der Imsbachaue, wo der Kammmolch ursprünglich Zuhause war, setzen sich bei Starkregenereignissen zu viele Sedimente ab. Der Teich, der auch bisweilen „roter Weiher“ genannt wird, ist für diese stark gefährdete Molchart als Lebensraum verloren gegangen. Um dies zu ändern, kooperierten der NABU Landesverband und der Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) zum Schutz dieser bis zu 18 Zentimeter großen Molchart.


    Mit ins Boot nahmen sie die Naturlandstiftung Saar (NLS), unter deren Regie und auf deren Eigentumsflächen das Projekt umgesetzt wurde. In unmittelbarer Nachbarschaft zum „Roten Weiher“ wurden speziell auf die Bedürfnisse des Kammmolches abgestimmte Ersatzgewässer angelegt. Die Stiftung wird die Gewässer zukünftig pflegen und ökologisch überwachen.

    Finanziert wurde das Projekt durch den LfS. Dessen Engagement für den Naturschutz beschränkt sich nicht auf den gesetzlich vorgeschriebenen Ausgleich von Eingriffen in Natur und Landschaft im Rahmen von Neu-, Um und Ausbaumaßnahmen. Hier hat er in den vergangenen zwanzig Jahren einen knappen zweistelligen Millionenbetrag verausgabt. Der LfS finanziert darüber hinaus freiwillige „Umweltschutzmaßnahmen am klassifizierten Straßennetz“, so auch den Umzug des Kammmolches, eine Aufstiegshilfe für Biber an der Saar und zahlreiche Maßnahmen zum Amphibienschutz.

    Das Projekt „Ersatzgewässer für den Kammmolch“ ist wegweisend für die künftige Zusammenarbeit zwischen NLS und LfS. Vergangene Woche trafen sich alle Beteiligten, um die nun abgeschlossene Maßnahme zu besichtigen. Der Vorsitzende der Stiftung, Umweltminister Reinhold Jost, lobte dabei die gute, lösungsorientierte Zusammenarbeit aller Partner. „Wir reden hier nicht übereinander sondern miteinander. Naturschutz ist in unserem dicht besiedelten Bundesland verstärkt konfliktbehaftet, daher ist der konstruktive Dialog umso wichtiger. Das ist uns hier mit allen Beteiligten gelungen.“

    LfS-Direktor Michael Hoppstädter steht die Maßnahme am Anfang einer nachhaltigen, intensiven Zusammenarbeit mit der NLS. Der LfS wird auch zukünftig Mittel für ökologische Projekte zur Verfügung stellen. Eine Win-Win Situation: Fachliches Know-How und finanzielle Unterstützung kommen so zum Schutz unseres saarländischen Naturerbes zukünftig optimal zusammen.

    Vor diesem Hintergrund haben Naturlandstiftung und LfS ihre Zusammenarbeit seit dem Sommer 2017 institutionalisiert. Die Straßenbaubehörde ist nun 19. ständiges Mitglied im Stiftungsrat der NLS.

    Bildunterschrift: v.l.: Ulrich Heintz (NABU), Eberhard Veith (Geschäftsführer NLS), Minister Reinhold Jost (Vorsitzender NLS), Michael Hoppstädter (Direktor LfS), Ludger Wolf (Kurator NLS), Burkhard Wegmann (stellvertr. OV Theley). Im Hintergrund eines der drei Ersatzgewässer

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