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  • Freitag, 8. September 2017,

    St. Wendeler Land: Zukunft Dorf – Startschuss für neues Projekt

    Der aus Alsweiler stammende Journalist und Buchautor Klaus Brill hat die Dörfer als die „Keimzelle der Zivilisation und unser aller Ursprung“ bezeichnet. Auch Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt hob die Bedeutung der Dörfer als Wohn- und Wirtschaftsstandort und als die Seele der ländlichen Region hervor. Doch Dörfer sind noch viel mehr. Sie sind Orte des Zusammenlebens, Orte, an denen man sich kennt und an denen man sich hilft. Orte, an denen man morgens noch zum Bäcker geht, an denen man jedes Wochenende die Menschen, die man kennt, auf dem Fußballplatz oder in der Sporthallte trifft. Vereine, Ehrenamt und Nachbarschaft sind die Lebensadern unserer Dörfer und die Dörfer sind das Rückgrat unserer Gemeinschaften und unserer Gesellschaft.

    Diese Dörfer zu stärken und ihre Vielfalt zu erhalten ist das wichtigste Ziel des Bundesmodellvorhabens „Land(auf)Schwung“, das vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gefördert wird und in dessen Rahmen „Zukunft Dorf“ umgesetzt wird. Ziel ist dabei, attraktive Alternativen zur zunehmenden Urbanisierung und Landflucht junger Menschen zu bieten und die schon bestehenden Vorteile eines Lebens im Dorf hervorzuheben. So soll auch noch in 20 Jahren eine kleine Gemeinde mit ihrem ganz eigenen Charme gegen eine Großstadt bestehen können.

    Doch um sich im Wettbewerb um junge Menschen durchzusetzen, bedarf es mehr. Es müssen auch wirtschaftliche Perspektiven und eine moderne Infrastruktur geschaffen werden, die heutigen und auch zukünftigen Ansprüche gerecht werden. Hier gilt es, Modelle für regionale aber auch überregionale Zusammenarbeit zu entwickeln, die diese Aufgabe auch für kleine Dörfer bewältigbar macht.

    Der Landkreis St. Wendel gehört zu den 13 Regionen bundesweit, die für das Modellprojekt ausgewählt wurden. In drei Teilprojekten soll aus Remmesweiler ein „Smart Village“, aus Hasborn-Dautweiler ein „Soziales Dorf“ und aus Oberkirchen ein „Energiedorf“ werden, in denen die Möglichkeiten für eine Weiterentwicklung dieser Kommunen in den entsprechenden Bereichen ausgelotet werden. Dabei stehen verschiedene Fragestellungen im Mittelpunkt. Wie kann beispielsweise die zunehmende Digitalisierung in Remmesweiler für ein „smartes“ Dorfleben genutzt werden? Wie kann ein Dorf wie Oberkirchen eine autarke Energieversorgung sicherstellen? Was ist der Kern des sozialen Lebens in Hasborn-Dautweiler, was hält die Dorfgemeinschaft zusammen und warum leben Menschen gerne hier?

    „Zukunft Dorf“ will diese Fragestellungen untersuchen und im Rahmen des Projektes unter Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger konkrete Antworten in Form von individuellen, auf die Dörfer zugeschnittenen Vorschlägen finden.

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