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  • Sonntag, 19. März 2017,

    Serie zur Landtagswahl 2017: Ruth Meyer von der CDU #LTW17

    Erzählen Sie uns was zu Ihrer Person! Wo wohnen Sie, wie alt sind Sie, sind Sie verheiratet, haben Sie Kinder, welche Hobbies haben Sie?

    Aufgewachsen bin ich am Schaumberg, in einem „Mehrgenerationenhaus“, geprägt von dem vertrauten Miteinander in Familie, Nachbarschaft und Dorfgemeinschaft. Seit einigen Jahren lebe ich mit meinem Mann und meinem Sohn in unserer Kreisstadt. Die gemeinsame Zeit verbringen wir in unserem Garten oder mit Wandern, Rad- und Skifahren – am liebsten mit guten Freunden.

    Ehrenamtlich bin ich breit engagiert, etwa im Berufsverband der Deutschen Gesellschaft für Sprechwissenschaft und Sprecherziehung e.V., in der Lebenshilfe St. Wendel e.V., beim DRK St. Wendel, dem Zukunfts-Energie-Netzwerk St. Wendeler Land e.V., im Schulverein des Cusanus-Gymnasiums St. Wendel und in der Opferschutzorganisation Weisser Ring.

    Welche Berufsausbildung haben Sie?

    Nach meinem Abitur am Cusanusgymnasium in St. Wendel studierte ich Erziehungswissenschaften, Sozialpsychologie und Politikwissenschaften sowie Sprechwissenschaften und Sprecherziehung an der Universität des Saarlandes. Mein Studium schloss ich mit dem Magister sowie einer Verbandsprüfung ab.

    Von 1987 bis 1991 war ich Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität des Saarlandes und produzierte als Redakteurin Wissenschaftssendungen für Radio Universitas/SR.

    1991 machte ich mich als Kommunikationstrainerin selbständig, arbeitete für viele interessante Unternehmen und Organisationen und erhielt externe Lehraufträge an Hochschulen.

    Von 1994 bis 2001 kam die hauptberufliche Tätigkeit als Frauenbeauftragte des Landkreises St. Wendel hinzu. Danach leitete ich 11 Jahre das Hauptamt des Landkreises St. Wendel.

    Seit dem Jahr 2012 bin ich Mitglied des Saarländischen Landtages und innenpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion.

    Warum engagieren Sie sich in einer Partei?

    Schon früh war ich politisch interessiert, wollte Dinge optimieren und die Welt um mich gerechter gestalten. Politik muss gute Rahmenbedingungen und Sicherheit schaffen, so dass die Leistungsfähigkeit von Einzelnen, Vereinen oder Unternehmen bestmöglich zur Geltung kommt. Der Staat sollte nur dort eingreifen, wo dies wirk-lich erforderlich ist. In unserer vom Wandel geprägten Zeit sind die Werte der CDU, wie Rechtsstaatlichkeit und Humanität, ein wichtiger Kompass für politisches Handeln. Deshalb trat ich 2001 in diese Partei ein.

    Als kontaktfreudiger, geselliger Mensch fällt es mir leicht, auf andere zuzugehen, zuzuhören aber auch zu erklären und für Positionen zu werben. Die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger in meinem Wahlkreis in die politischen Entscheidungen einzubringen und einer Lösung zuzuführen, sehe ich als meine wichtigste Aufgabe. Dazu ist viel Präsenz und Kontaktpflege erforderlich. Ich freue mich, wenn ich als vertrauensvolle und zuverlässige Ansprechpartnerin erlebt werde.

    Über die Jahre habe ich mehr und mehr Verantwortung und Funktionen in der Partei übernommen. Derzeit bin ich stellvertretende Vorsitzende des CDU Orts-verbandes sowie des CDU Stadtverbandes St. Wendel, Kreisvorsitzende der Frauen Union und stellvertretende Vorsitzende des CDU Kreisverbandes St. Wendel. Außerdem wurde ich für die CDU auf Bundesebene in den Fachausschuss Innen-politik berufen.

    Was wollen Sie im Landtag anpacken?

    Der ländliche Raum muss noch attraktiver werden. Wir brauchen Programme, um unsere Infrastrukturen zukunftssicher auszubauen, die Versorgung in allen Bereichen sicher zu stellen, sowie unsere Ortsbilder freundlicher zu gestalten. In unseren Gemeinden müssen wir die Bürgernähe erhalten und ehrenamtliches Engagement noch besser fördern, z.B., indem wir es von Bürokratie entlasten.

    Unsere Lebensqualität wird entscheidend vom Sicherheitsgefühl bestimmt. Den Herausforderungen von organisierter Kriminalität und Terror müssen wir deshalb mit Konsequenz und Stärke begegnen. Hierzu brauchen unsere Sicherheitsbehörden mehr Eingriffsrechte sowie eine verbesserte personelle wie sachliche Ausstattung.

    Das gleichberechtigte Miteinander von Männern und Frauen weiter voran zu bringen, ist mir ein wichtiges Anliegen. Die Mischung macht’s! Frauen verdienen für vergleichbare Arbeit immer noch 25% weniger als Männer. Mädchen für die Chancen der Digitalisierung zu begeistern, muss uns noch besser gelingen.

    Was ärgert Sie derzeit in der Politik?

    Was mich ärgert, ist der zunehmende Populismus, der sich allen Fakten und Argumenten verschließt und – insbesondere in den sozialen Netzwerken – Personen, Gruppen und politische Positionen diffamiert. Auch wer simple Scheinlösungen propagiert und Menschen somit für dumm verkauft, verkörpert einen Politikstil, der einfach abstoßend ist. Gleichzeitig ermutigen mich aber gerade solche Erfahrungen, weiterhin geradlinig kluge Konzepte für unsere Region zu erarbeiten und zusammen innovative saarländische Wege umzusetzen.

    Was sind die aus Ihrer Sicht drei wichtigsten Dinge aus dem Wahlprogramm Ihrer Partei?

    Schulzufriedenheit und Wahlfreiheit in der Bildung: Permanente Neuerungen an den Schulen und die Bevormundung von Eltern müssen ein Ende haben. Damit Lehrer sich wieder aufs Unterrichten konzentrieren können, geben wir ihnen mehr Assistenz-kräfte für soziale, technische oder Verwaltungsaufgaben an die Seite. Eltern müssen selbst entscheiden dürfen, wie sie ihr Kind betreut sehen wollen: die freiwillige Ganz-tagsbetreuung darf daher nicht teurer sein als die verpflichtende. Förderschulen müssen in ihrem Bestand geschützt werden. Und Noten und Vergleiche sind Aspekte der schulischen Leistung, die motivierend eingebaut, aber keinesfalls abgeschafft gehören.

    Bildungskonto und Kinderbaubonus unterstützen gezielt junge Familien. 2000 € werden ab 2018 jedem Neugeborenen auf ein persönliches Konto gestellt und können von den Eltern zur Dämpfung von Kindergartengebühren, für Schulbücher oder Fahrtkosten abgerufen werden. Die gleiche Summe erhalten Familien für jedes Kind, wenn sie sich Wohneigentum aufbauen. Das sind innovative und ausbaufähige Modelle, die jungen Familien Unterstützung geben, ohne sie zu gängeln.

    Förderprogramme für sicheres Wohnen: Nirgendwo in der Republik wohnt man sicherer als im Kreis St. Wendel – das muss so bleiben! Neben der gestärkten Polizei-präsenz und gezielter Strafverfolgung ist vor allem der mechanische Einbruchschutz an Fenstern und Türen eine wichtige Investition, zu der wir durch ein Zuschusspro-gramm auflegen. Ebenso schaffen wir die Sicherheit, möglichst lange in den eigenen 4 Wänden wohnen bleiben zu können, indem wir barrierefreie Umbauten fördern.

    Was möchten Sie unseren Lesern noch sagen?

    Annegret Kramp-Karrenbauer pflegt einen geradlinigen und kommunikativen Politik-stil. So hat sie es geschafft, die Existenz des Saarlandes zu sichern und uns finanziel-le Spielräume für wichtige Zukunftsinvestitionen zu eröffnen. Wir haben gerade in der Innenpolitik gezeigt, wie mutige kreative Lösungen schnell in die Tat umgesetzt werden. Das gilt für die Bewältigung des Flüchtlingszustroms genauso wir für die Herausforderungen der inneren Sicherheit durch Terror und Kriminalität. Eine florierende Wirtschaft (Platz 5 bundesweit!) sichert uns die Arbeitsplätze sowie Steuermittel für die sozialen Aufgaben. Diese Politik mit deutlich erkennbarer CDU-Handschrift dürfen wir nicht aufs Spiel setzen!

    Foto: Ruth Meyer

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