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  • Montag, 20. März 2017,

    Serie zur Landtagswahl 2017: Dennis Bard von DIE LINKE #LTW17

    Erzählen Sie uns was zu Ihrer Person! Wo wohnen Sie, wie alt sind Sie, sind Sie verheiratet, haben Sie Kinder, welche Hobbies haben Sie?

    Mein Name ist Dennis Bard, ich bin 34 Jahre alt, verheiratet, Vater zweier Söhne (2 Jahre; 9 Monate). In meiner Freizeit verbringe ich viel Zeit mit meiner Familie, spiele Tennis und – leider viel zu selten – Fußball außerdem bin ich aktives Mitglied im Theaterverein Theley.

    Welche Berufsausbildung haben Sie?

    Ich bin gelernter Kaufmann für Bürokommunikation und habe einen Gesellenbrief als Zentralheizungs- und Lüftungsbauer.

    Warum engagieren Sie sich in einer Partei?

    Ich engagiere mich in einer Partei, weil ich es für wichtig halte für seine Überzeugungen zu streiten. Da politische Entscheidungen maßgeblich durch Parteien beeinflusst werden, ist eine Parteimitgliedschaft in meinen Augen der richtige Weg um aktiv an diesen Entscheidungsprozessen mitzuwirken.

    Wie sah Ihr Werdegang in Ihrer Partei aus?

    Seit ich 2005 in die damalige WASG und später in DIE LINKE eingetreten bin, habe ich Funktionen auf den unterschiedlichsten Gliederungsebenen übernommen. Ich war Gemeindeverbandsvorsitzender in Tholey, Stellvertretender Kreisvorsitzender in St. Wendel und viele Jahre Mitglied des Landesvorstandes. Zuletzt als Landesgeschäftsführer. In gleicher Funktion war ich auch im Jugendverband Linksjugend [`solid] Saar tätig.

    Was wollen Sie im Landtag anpacken?

    Ich möchte für eine Gesellschaft kämpfen, die geprägt ist von gegenseitigem Respekt, Mitgefühl und Solidarität. Ich will mich dafür einsetzen, dass sich die Interessen der Mehrheit wieder durchsetzen und nicht die der Lobbyisten. Ich will dafür kämpfen, dass das Saarland eine echte Zukunftsperspektive hat. Diese sehe ich durch das Kaputtsparen von Infrastruktur, Kultur, Sozialstaat und bürgernahem öffentlichen Dienst der letzten Jahre extrem gefährdet. Viele junge, kluge Köpfe verlassen aus diesen Gründen das Saarland, Großbetriebe siedeln sich hier seit Jahren nicht mehr an, vom Schienenverkehr wird das Land Stück für Stück abgekoppelt. Hier muss sich etwas ändern. Dafür will ich mich einsetzen.

    Was ärgert Sie derzeit in der Politik?

    Mich ärgert vor allem, dass seit Jahren an neoliberalen Konzepten festgehalten wird und die Ungleichheit in unserer Gesellschaft dadurch immer weiter wächst. Wenn heute 8 Männer über mehr Besitz verfügen als 3,6 Milliarden Menschen weltweit, wenn wir feststellen müssen dass das reale verfügbare Einkommen von 40 Prozent der Bevölkerung seit 1999 zurückgegangen ist, dann muss man zu dem Schluss kommen dass diese Politik der letzten Jahre sozial ungerecht und falsch war. Wenn Parteien diese Ungerechtigkeit aber immer nur zu Wahlkampfzeiten ansprechen, nach der Wahl aber nichts dagegen tun, dann darf man sich nicht wundern wenn immer mehr Menschen das Vertrauen in die Politik verlieren und sich resigniert abwenden. Das gefährdet unsere Demokratie und ruft die gleichen rechten Scharfmacher und Hetzer auf den Plan, die vor vielen Jahren die Welt in Brand gesteckt und Millionen Menschen in unsägliches Leid und Elend gestürzt haben.

    Was sind die aus Ihrer Sicht drei wichtigsten Dinge aus dem Wahlprogramm Ihrer Partei?

    DIE LINKE will, dass Reiche und Superreiche einen angemessenen Beitrag leisten, damit Schulen, Krankenhäuser, öffentliche Sicherheit, Straßen und Brücken im Saarland bezahlt werden können. Ohne eine gerechte Besteuerung von Millionen-Vermögen, -Einkommen und -Erbschaften – bei gleichzeitiger Entlastung niedriger und mittlerer Einkommen -wird es nicht gelingen, die öffentlichen Finanzen wieder in Ordnung zu bringen. Deshalb muss sich das Land auf Bundesebene für ein gerechtes Steuersystem einsetzen.

    DIE LINKE will ein Bildungssystem mit gleichen Bildungschancen für alle, unabhängig von der sozialen Herkunft. Lehrermangel, Gebührendruck und Unterrichtsausfall müssen bekämpft werden. Die Gemeinschaftsschule wollen wir stärken. Für die Universität und die Hochschule für Technik und Wirtschaft wollen wir solide finanzielle Grundlagen und Planungssicherheit schaffen.

    DIE LINKE will, dass das Saarland zumindest wieder so viel in seine Zukunft investiert wie die anderen Länder auch. Denn unser Land fällt zurück und in den letzten zehn Jahren ist ein Investitionsstau von einer Milliarde Euro entstanden.

    Was möchten Sie unseren Lesern noch sagen?

    Ich bitte Sie, zur Wahl zu gehen und von Ihrem Stimmrecht Gebrauch zu machen. Ich bitte Sie, genau hinzusehen, wer Ihnen in den letzten Wahlkämpfen was versprochen hat und was diejenigen seither dafür getan haben. Ich bitte Sie um eine Chance, Ihnen zeigen zu können dass wir anders sind. Nämlich sozial, auch nach der Wahl.

    Foto: Dennis Bard

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