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  • Freitag, 30. Juni 2017,

    Schülerprojektgruppe der Gemeinschaftsschule Nohfelden-Türkismühle und des Adolf-Bender-Zentrums erhalten bundesweite Auszeichnungen

    Für ihr Projekt über das jüdische Leben in der Gemeinde Nohfelden wurden Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftsschule Nohfelden-Türkismühle und des Adolf-Bender-Zentrums St.Wendel in Saarbrücken und Berlin ausgezeichnet.

    Schülerinnen und Schüler der „Stolperstein-AG“ der Gemeinschaftsschule konnten sich in der vergangenen Woche gleich über zwei Auszeichnungen für ihre umfangreiche Projektarbeit freuen.
    Ihr Projekt „Multimediale und inklusive Erinnerungsarbeit: Jüdisches Leben in der Gemeinde Nohfelden“, welches die Schülerinnen und Schüler unter der Leitung ihres Lehrers Jörg Friedrich und Florian Klein vom Adolf-Bender-Zentrum durchführen, beschäftigt sich mit der Aufarbeitung der jüdischen Geschichte in ihrer Heimatgemeinde Nohfelden. Nach umfangreichen Recherchearbeiten erstellten die Jugendlichen eine Wanderausstellung, die beim Adolf-Bender-Zentrum ausgeliehen werden kann. Vertiefende Einblicke in die verschiedenen Aspekte der Geschichte der jüdischen Gemeinde wurden auf einer eigenen Homepage (www.juedischeslebennohfelden.wordpress.com) aufbereitet. QR-Codes auf den Ausstellungstafeln ermöglichen interessierten Besuchern einen direkten Zugang zu den Informationen. Außerdem entstanden mehrere Filmbeiträge, die auch auf der Homepage zu finden sind.

    Die Besonderheit des Projektes ist insbesondere die inklusive Aufarbeitung der Thematik. So erarbeiteten sie eine Audiospur sowie eine Version in Blindenschrift für Menschen mit Sehbehinderungen in Zusammenarbeit mit Schüler_innen der Louis-Braille-Schule Lebach (Förderschule für Sehbehinderte) und eine Version der Tafeln in Leichter Sprache unter Mithilfe des WZB Spiesen-Elversberg für Menschen mit Lernbehinderungen und Sprachschwierigkeiten.

    Für die multimediale Darstellung der Arbeitsergebnisse auf ihrer Homepage erhielten die Schülerinnen und Schüler und das Adolf-Bender-Zentrum den diesjährigen Axel-Buchholz-Preis für journalistischen Schülernachwuchs in der Kategorie „Online/Digital“. Die Jury des Preises würdigte insbesondere den barrierefreien Zugang der Homepage und die inklusive Aufarbeitung ihrer Projektarbeit. Die Gruppe konnte sich neben der Anerkennung für ihre wichtige Erinnerungsarbeit auch über ein Preisgeld von 1.500€ freuen.

    Keine Woche nach der Auszeichnung durften die Jugendlichen auf Einladung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend für drei Tage nach Berlin reisen. Dort wurden sie von der Antidiskriminierungsstelle des Bundes und des Cornelsen Verlags für ihre Arbeit mit dem 2. Platz des Schulwettbewerbs „fair@school“ belohnt. Diese bundesweite Auszeichnung mit mehr als fünfzig Bewerbungen wurde mit 2.000€ prämiert. Die Jury lobte die inklusive und kooperative Zusammenarbeit der Jugendlichen aus Nohfelden-Türksimühle mit Jugendlichen der Louis-Braille-Schule in Lebach. Trotz anfänglicher Berührungsängste war er es genau dieser Teil der Projektarbeit, der den Jugendlichen in besonders positiver Erinnerung bleiben wird und auch die Jury in besonderem Maße beeindruckte, so Laudatorin Dr. Anja Hagen (Geschäftsführerin des Cornelsen Verlags).

    Die Auszeichnungen dienen als Ansporn für die weitere Projektarbeit der Gruppe. Derzeit arbeiten die Jugendlichen an einem Erinnerungsweg zu den Resten der jüdischen Kultur in der Gemeinde Nohfelden.

    Weitere Infos zum Projekt unter www.juedischeslebennohfelden.wordpress.com

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