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  • Donnerstag, 20. April 2017,

    Pflege durch Angehörige dominiert im Landkreis St. Wendel

    Die meisten Pflegebedürftigen im Landkreis St. Wendel werden durch ihre Angehörigen versorgt. Das zeigt der Pflegereport der BARMER, den die Universität Bremen erstellt hat. Demnach lassen sich 36,8 Prozent der Pflegebedürftigen durch ihre Angehörigen versorgen und 35,9 Prozent durch ambulante Pflegedienste. In keinem anderen saarländischen Landkreis ist der Anteil der ambulanten Pflege größer. Nur 26,9 Prozent entfallen auf die stationäre Pflege.

    Jörg Peter, Regionalgeschäftsführer der BARMER in St. Wendel, sagt: „Bei den Menschen im Landkreis St. Wendel hat die Pflege durch Angehörige offensichtlich einen hohen Stellenwert.“ Beeinflusst werde die Form der Pflege zudem von der Einkommenshöhe der Pflegebedürftigen und davon, wie gut familiäre Netzwerke Pflege zuhause bewältigen können oder überhaupt wollen. Bei geringem Einkommen würden die privaten Zuzahlungen die Wahrscheinlichkeit mindern, dass ein Pflegebedürftiger im Heim gepflegt wird.

    Anteil der Pflegebedürftigen an der Gesamtbevölkerung

    Auffallend ist, dass der Anteil der Pflegebedürftigen an der Gesamtbevölkerung im Landkreis St. Wendel zwischen 2011 und 2015 gestiegen ist. Zählten die Statistiker 2011 noch 1,46 Prozent Pflegebedürftige an der gesamten Bevölkerung des Landkreises, waren es nur vier Jahre später schon 1,61 Prozent.

    „Eine effiziente Pflegeunterstützung sollte aber nicht nur von der Mitgliedschaft in einer bestimmten Krankenkasse abhängig sein. Wir müssen dafür sorgen, dass alle Betroffenen in schwierigen Lebenssituationen uneingeschränkt die Unterstützung erhalten, die sie benötigen“, sagt Peter.

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