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  • Freitag, 13. Oktober 2017,

    ÖPNV im Saarland: Stellungnahme des Landkreises St. Wendel

    St. Wendel. Ein aus Sicht des Landkreises St. Wendel unbefriedigendes Ergebnis brachte das jüngste Treffen der ÖPNV-Aufgabenträger im saarländischen Wirtschaftsministerium. Deutlich sei indes geworden, dass die während des Treffens vorgestellten und diskutierten Pläne und Reformansätze im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) drängende Probleme nicht lösen. Das drängendste dabei: Der ÖPNV im Saarland ist unattraktiv und teuer. Daher müsse grundsätzlich über das jetzige System diskutiert werden.

    Landrat Udo Recktenwald hat in der Vergangenheit wiederholt geäußert, der ÖPNV als Teil der Daseinsvorsorge solle kostenlos sein – wohlwissend, dass dies eine gesellschaftlich schwer umsetzbare Vision ist. „Dennoch sollten wir uns auf diesen Weg machen. Ein erster Schritt muss die Vergünstigung der Tickets für Schüler, Jugendliche, Familien und Senioren sein. Dazu gehören neben der Schaffung und Gewährleistung von attraktiven Pauschaltickets auch landkreisübergreifende Tickets und eine gerechtere und großräumigere Wabenstruktur“, so Recktenwald. Ein landkreisübergreifende Schülertickets – dieses Thema werde der Landkreis St. Wendel gemeinsam mit den anderen Kreisen und im Zweckverband Personennahverkehr Saarland (ZPS) schnellstmöglich in die Wege leiten. Der ZPS fördert und koordiniert den ÖPNV im Saarland.

    Zudem fordert Recktenwald das Wirtschaftsministerium auf, sich als ZPS-Mitglied stärker zu engagieren und gemeinsam mit den Aufgabenträgern den ÖPNV im Land zu verbessern. Recktenwald: „Bei einem derart wichtigen Thema für unser Land müssen wir alle – Land und Aufgabenträger – gemeinsam Verantwortung übernehmen.“

    Daher solle der ZPS sich mit dem während der jüngsten Sitzung vorgestellten Konzept über eine Reform des Waben- und Preissystems für einen bezahlbaren und bedarfsgerechten ÖPNV befassen. Dabei wäre es etwa sinnvoll, sich die Strukturen in anderen Regionen anzuschauen, um daraus Erkenntnisse zu ziehen, den ÖPNV vor Ort attraktiver zu gestalten. Recktenwald: „Zu einem attraktiven Angebot gehören auch in die Diskussion der Umstieg auf Elektrobusse und flexible kundenorientierte Fahrangebote mittels moderner Medien, wie etwa einer Bus-App.“

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