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  • Donnerstag, 16. November 2017,

    Neues Curriculum für Prävention und Sozialkompetenz an der GemS Freisen

    Freisen. Mit Beginn des Schuljahres 2017/2018 ist an der Gemeinschaftsschule Freisen ein neues Curriculum für Prävention und Sozialkompetenz in Kraft getreten. Ziel ist es, Konflikte an der 725 Schüler starken Schule zu verhindern und die Schüler, die oftmals mit unterschiedlichen Voraussetzungen von den Grundschulen kommen, ab Klassenstufe 5 in ihrer Persönlichkeit zu stärken. „Das pädagogische Arbeiten mit den Schülerinnen und Schülern hat für uns in Klassenstufe 5 einen hohen Stellenwert“, erklärt der Schulleiter Marc André Müller. Die Zeit, die man hier in die Klassengemeinschaft investiere, zahle sich hinterher aber aus, da man weniger Zeit brauche Konflikte zu lösen, weil diese gar nicht erst entstünden. Von der in der Gesellschaft weit verbreiteten Kultur des Wegschauens sei man an der Gemeinschaftsschule zu einer Kultur der Achtsamkeit zurückgekehrt.

    Hierzu hat die Freisener Schule unter anderem eine Klassenlehrerwoche zu Beginn des Schuljahres eingeführt, in welcher die neu gebildeten Klassen ausschließlich von den Klassenlehrern unterrichtet werden und dabei, die Klassenlehrer, die neue Schule und auch sich selbst besser kennenlernen. Weiterhin gibt es an der GemS Freisen nun für alle Klassenstufen eine Klassenratstunde, in welcher zum einen organisatorische Dinge besprochen werden können, die aber auch dafür genutzt werden kann, den Klassengeist zu trainieren und demokratische Prozesse einzuüben, da er größtenteils von den Schülern selbst geleitet wird. Mit externen Kooperationspartnern wie dem Familien Beratungszentrum Freisen oder dem Landesinstitut für Pädagogik und Medien (LPM) werden weitere Programme umgesetzt, die sich über das gesamte Schuljahr verteilen. Auch die Schüler übernehmen dabei Verantwortung für die Gemeinschaft und das gute Miteinander, das in Freisen herrscht: Jüngst wurden 22 Schülerinnen und Schüler zu Schülermediatoren, also Streitschlichtern, ausgebildet. Sie sollen künftig den Mitschülern bei kleineren Streitigkeiten helfend zur Seite stehen. Bereits nach wenigen Monaten im aktuellen Schuljahr stellt die Schule erste Erfolge fest: „Wir haben deutlich weniger Konflikte unter den Schülern als im Vorjahr“, so Schulleiter Marc André Müller. Sei man im vergangenen Jahr bereits kurz nach den Herbstferien um eine Klassenkonferenz in Jahrgang 5 nicht herumgekommen, sei man in diesem Jahr davon weit entfernt. Das melden auch die Kolleginnen und Kollegen zurück, sodass eine Fortführung der begonnenen Arbeit für das nächste Schuljahr bereits fest eingeplant ist.

    Zur Prävention gehören aber auch Themengebiete wie die Verkehrserziehung, die Gesundheitsprävention und die Sucht- und Drogenprävention. So wurde jüngst die Busschule in Kooperation mit der Firma Saar Mobil wieder reaktiviert. Hier erhielten die neuen Fünftklässler wichtige Hinweise, wie sie sich an der Bushaltestelle und im Bus richtig verhalten. In der Sucht- und Drogenprävention arbeitet die Schule auch mit abschreckenden Beispielen. Hierzu kommen seit vergangenem Jahr Personen an die Schule, die früher selbst abhängig waren, und die schildern, wie schwer es war, sich von dieser Sucht zu lösen. Das habe Eindruck bei den Schülern hinterlassen und viele Schüler zum Nachdenken angeregt, schildert der Schulleiter die Rückmeldungen vieler Schüler aber auch Eltern. Letztere werden bei all den Themen natürlich mit ins Boot genommen, denn „Elternarbeit ist ein wichtiger Baustein unserer pädagogischen Arbeit. Wir legen großen Wert auf eine Erziehungspartnerschaft zusammen mit den Elternhäusern“, ergänzt Marc André Müller. Hier bietet die Schule regelmäßig auch Elternseminare an, z.B. zu den Themen Cybermobbing und Suchtprävention. Zu kämpfen habe man, wie fast jede andere Schule auch, hin und wieder mit kursierenden Gerüchten. Dem möchte die Schule entgegentreten, indem sie ihre Arbeit und Vorgehensweise transparent macht und nichts beschönigt. Dieses Konzept scheint aufzugehen: In den Klassenstufen 6 bis 8 sind alle Klassen bis zum Teiler gefüllt und es gibt lange Wartelisten mit Schülern, die gerne nach Freisen wechseln möchten. Auch in Klassenstufe 9 sind an der überwiegend 5-zügigen Schule nur noch wenige freie Plätze verfügbar. Spätestes zu den Halbjahreszeugnissen rechnet die Schule aber auch hier mit weiteren Anfragen. Weitere Informationen zum pädagogischen Konzept findet man auf der Homepage der Schule unter www.gems-freisen.

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