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  • Montag, 6. November 2017,

    Landkreis St. Wendel: Agentur für Arbeit zieht Bilanz zum Ausbildungsjahr 2016/2017

    • 567 Bewerberinnen und Bewerber für Berufsausbildungsstellen
    • 455 Ausbildungsstellen wurden gemeldet
    • Weniger unbesetzte Ausbildungsstellen als im Vorjahr

    Zum Ende des Beratungsjahres 2016/2017 zieht die Agentur für Arbeit Saarland Bilanz für den regionalen Ausbildungsmarkt.

    Von Oktober 2016 bis September 2017 haben 567 junge Frauen und Männer die Agentur für Arbeit im Kreis St. Wendel bei der Suche nach einer Ausbildungsstelle in Anspruch genommen. Das waren 30 oder 5,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

    Dagegen hat sich die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen deutlich verringert: 455 Stellen wurden gezählt, 10,3 Prozent weniger als zwölf Monate zuvor. Ende September waren noch 10 Jugendliche, die bis zu diesem Zeitpunkt keine Ausbildungsstelle gefunden haben, bei der Berufsberatung gemeldet. Dem gegenüber standen 29 Ausbildungsstellen, die noch zu besetzen waren, rund 70 weniger als vor einem Jahr. In allen Fällen führen Berufsberaterinnen und Berufsberater noch Gespräche mit den jungen Frauen und Männern und leiten Vermittlungsaktivitäten ein.

    „Mit einer erfolgreich abgeschlossenen Berufsausbildung stellen junge Frauen und Männer die richtige Weiche für ihr weiteres Berufsleben“, betont Jürgen Haßdenteufel, Leiter der Agentur für Arbeit Saarland. „Fehlende Ausbildung ist der größte Risikofaktor, arbeitslos zu werden und lange arbeitslos zu bleiben. Gut ausgebildete Fachkräfte werden dagegen in vielen Bereichen bereits heute händeringend gesucht. Arbeitgeber, die in Berufsausbildung investieren, investieren daher auch in die Zukunft ihres Betriebes“, so Haßdenteufel. „Sollten während der Ausbildung Schwierigkeiten auftreten, springen wir gerne beispielsweise mit der Assistierten Ausbildung oder den ausbildungsbegleitenden Hilfen ein.“

    Mit einem Anteil von 58 Prozent haben sich deutlich mehr junge Männer als junge Frauen an die Berufsberatung gewandt. Ein Viertel der Bewerberinnen und Bewerbern verfügten über einen Hauptschulabschluss, 28 Prozent über einen Realschulabschluss und 42 Prozent hatten Fachhochschulreife oder Abitur.

    40 Prozent der gemeldeten Bewerberinnen und Bewerber haben eine Berufsausbildung aufgenommen und fast 30 Prozent entschieden sich für einen weiteren Schulbesuch, Studium oder Praktikum. Andere Jugendliche haben beispielsweise eine Erwerbstätigkeit aufgenommen oder begannen einen sozialen Dienst oder einen Jugendfreiwilligendienst.

    Wie seit vielen Jahren ziehen die jungen Frauen bei ihrer Berufswahl nur selten technische Berufe in Betracht. Unter den zehn gefragtesten Berufen befand sich nur ein technischer Beruf. Bei mehr als der Hälfte der weiblichen Jugendlichen standen die folgenden zehn Berufe im Vordergrund:

    • Kauffrau für Büromanagement
    • Verkäuferin
    • Medizinische Fachangestellte
    • Kauffrau im Einzelhandel
    • Friseurin
    • Industriekauffrau
    • Verwaltungsfachangestellte für Kommunalverwaltung
    • Sozialversicherungsfachangestellte
    • Gestalterin für visuelles Marketing
    • Bauzeichnerin

    Bei den jungen Männern fiel die Konzentration auf die Top 10 der Ausbildungsberufe etwas geringer aus. Bei 42 Prozent der Bewerber standen die folgenden Berufe ganz oben auf der Wunschliste:

    • KFZ-Mechatroniker für PKW-Technik
    • Verkäufer
    • Industriemechaniker
    • Kaufmann für Büromanagement
    • Kaufmann im Einzelhandel
    • Tischler
    • Metallbauer – Konstruktionstechnik
    • Werkzeugmechaniker
    • Industriekaufmann
    • Bankkaufmann

    Kontakt und Information über Fördermöglichkeiten

    Junge Leute, die eine Ausbildungsstelle suchen, können einen Termin bei der Berufsberatung über die kostenfreie Hotline 0800 4 5555 00, beim Berufsberater in der Schule oder vor Ort bei der Agentur für Arbeit vereinbaren.

    Arbeitgeber, die freie Ausbildungsstellen melden oder sich über Fördermöglichkeiten informieren möchten, können sich unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 4 5555 20 an den Arbeitgeber-Service wenden.

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