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  • Mittwoch, 2. März 2016,

    Landesregierung investiert 500 000€ für ländliche Entwicklung in St.Wendel

    Minister Reinhold Jost konnte am heutigen Mittwoch gleich zwei gute Nachrichten bei seinem Besuch auf dem St. Wendeler Wendelinushof verkünden: Die Lokale Aktionsgruppe (LAG) „Kulturlandschaftsinitiative St. Wendeler Land“ wurde am 1. August 2015 zum dritten Mal offiziell als LEADER-Region anerkannt und erhält damit eine Förderung in Höhe von 350.000 Euro. Einen entsprechenden Zuwendungsbescheid übergab der Umweltminister an den Vorsitzenden der LAG, Werner Feldkamp. Mit diesen Mitteln werden die laufenden Ausgaben der Geschäftsstelle der LAG sowie Personal- oder Sachkosten bis zum Ende der EU-Förderperiode im Jahr 2020 finanziert.

    Werner Feldkamp konnte vom Umweltminister außerdem noch einen weiteren Zuwendungsbescheid über 150.000 Euro entgegennehmen, der die Förderung des Projektes „Vermarktung 2.0 – im St. Wendeler Land und der Nationalparkregion“ sicherstellt.

    Das Vermarktungsprogramm ist ein Baustein der lokalen Entwicklungsstrategie mit dem Lokalwarenmarkt St. Wendeler Land. Mittlerweile sind 40 Betriebe aus der Landwirtschaft und Handwerk Teil des Programms. Regionale Produkte mit einem eigenen Gütesiegel werden dabei über ein komplexes Partnerbetriebssystem im Landkreis und darüber hinaus vertrieben. Die Produkte werden inzwischen in 8 Hofläden, 3 mobilen Verkaufsfahrzeugen sowie diversen Marktständen und eigens eingerichteten Lokalwarenmarktregalen in den Supermärkten und Gastronomiebetrieben der Region angeboten. Bis 2020 soll sich das Vermarktungsprogramm insoweit verselbstständigt haben, dass mithilfe vorhandener Strukturen aber auch der Erschließung neuer Vertriebsgebiete regionale Arbeitsplätze und Produktionskreisläufe gesichert werden und sich daraus eine Wertschöpfung für regionale Unternehmen ergibt.

    „Der Besuch bei Lokalen Aktionsgruppen im Saarland ist für mich immer wieder interessant“, so Umweltminister Jost. „In jeder LEADER-Region gibt es unterschiedliche Initiativen und Ideen, wie der ländliche Raum gestärkt werden kann. Lokale Akteure wissen dabei am Besten, was vor Ort fehlt. Bei der „Kulani St. Wendeler Land“ hat alles Hand und Fuß. Die aktuelle Entwicklungsstrategie knüpft an bestehende Projekte der letzten Förderperiode an und ist damit für die Region besonders wertschöpfend. Vor allem mit der Einbindung des Nationalparks ergeben sich neue Handlungsfelder, die hier sinnvoll genutzt werden“, erläutert der Minister für den ländlichen Raum.

    Die LAG „Kulani St. Wendeler Land“ entwickelte bereits in den zwei vergangenen LEADER-Förderperioden lokale Entwicklungsstrategien, um die Potenziale für das St. Wendeler Land umfassend zu nutzen. Die aktuelle lokale Entwicklungsstrategie entstand durch einen breiten Beteiligungsprozess der Öffentlichkeit über Themenworkshops und Ideenbörsen. Für die Koordination, Betreuung und Evaluierung des gesamten Entwicklungsprozesses in der Förderperiode wurde bereits im Oktober 2015 ein Regionalmanager eingestellt. Er dient als Bindeglied zwischen den Projektträgern, der lokalen Aktionsgruppe und dem Umweltministerium.

    Beide Fördersummen für die LAG setzen sich zu 75 Prozent aus den ELER-Mitteln der Europäischen Union und zu 25 Prozent aus Landesmitteln zusammen.

    Hintergrund: Die Kulturlandschaftsinitiative wurde bereits 1994 als informeller Zusammenschluss mehrerer Institutionen und Vereine mit dem Ziel der Unterstützung einer nachhaltigen ländlichen Entwicklung im St. Wendeler Land gegründet. Die ordentlichen Mitglieder des Vereins setzen sich zusammen aus verschiedensten Institutionen, Gruppierungen und Personen aus dem Landkreis St. Wendel: Kommunale Körperschaften, Verbände und Zusammenschlüsse der ländlichen Entwicklung auf regionaler Ebene aus den Bereichen der Land- und Forstwirtschaft, sonstige Landnutzer, Handwerk, Tourismus, Kultur, Handel und Gewerbe, Gastronomie und Naturschutz. Eine besondere Rolle spielen hierbei die ehrenamtlich tätigen Gruppen wie Landfrauen, Obst- und Gartenbauer, Imker, Jäger u.a.

     

    Fotoquelle: Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (MUV)

    Personen: Karl Josef Scheer (Bürgermeister Freisen), Thomas Gebel (Landkreis St. Wendel), Werner Feldkamp (LAG), Reinhold Jost, Udo Recktenwald (Landrat St. Wendel), Dr. Magnus Jung (Umweltpolitischer Sprecher SPD-Landtagsfraktion, SPD-Kreistagsfraktionsvorsitzender)

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