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  • Montag, 17. April 2017,

    Karlsbergliga Saarland: Hasborn mit wichtigem Dreier; Primstal springt auf den Relegationsplatz

    TuS Steinbach – SV Hasborn 1:3 (0:2)
    Dem SV Hasborn ist es gelungen, im Kampf um den Klassenerhalt in der Karlsbergliga Saarland einen wichtigen Dreier einzufahren: Beim direkten Konkurrenten TuS Steinbach gewann das Team von Mathäus Gornik mit 3:1.
    Dabei war der Ausgang der Partie lange nicht so klar, wie es der 5:0-Hinspielsieg der Rot-Weißen vielleicht hätte vermuten lassen.
    In der Anfangsviertelstunde waren die Gastgeber die bessere Mannschaft, Hasborn hatte Schwierigkeiten ins Spiel zu finden. Steinbach hingegen erarbeitete sich erste Möglichkeiten in Form von Standards, die jedoch allesamt nicht den Weg ins Tor von RWH-Schlussmann Fabian Schug fanden. Erst zur Mitte der ersten Hälfte hin wurden auch die Gäste gefährlicher und gingen mit ihrer ersten 100-prozentigen Chance in Führung: Nach einem Eckball von der rechten Seite, nach 28 Minuten, stahl sich Hasborns Fundu Kamu von seinen Bewachern davon und beförderte das Spielgerät per Kopf zum 1:0 ins Netz. Nur acht Minuten später folgte bereits der nächste Treffer für die Rot-Weißen: Nach Zuspiel von Johannes Gemmel drehte sich Jan Klein geschickt um seinen Gegenspieler herum und schoss den Ball aus 15 Metern Entfernung zum 2:0-Halbzeitstand ins lange Eck.

    Im zweiten Durchgang entwickelte die Partie sich dann zu einem Abstiegskampf im wahrsten Sinne des Wortes. Harte Fouls auf beiden Seiten prägten das Spielgeschehen und Schiedsrichter Thomas Brettar hatte seine liebe Mühe, der Situation Herr zu werden. Nach gut einer Stunde erhielt Steinbach dann gleich einen doppelten Nackenschlag: In der 66.Spielminute wurde Bono Marjanovic nach einer Tätlichkeit an Hasborns Mathäus Gornik mit glatt Rot des Feldes verwiesen, nur drei Minuten später sah Osman Akyol wegen wiederholten Foulspiels die Ampelkarte und wurde ebenfalls vorzeitig zum Duschen geschickt. In doppelter Überzahl für Hasborn schien der sprichwörtliche Drops nun gelutscht. Die Gäste jedoch schienen mit der neuen Situation, das Spiel machen zu müssen, überfordert. So führte eine Abspielfehler der Nordsaarländer in der 73.Minute dazu, dass der eingewechselte Kevin Jachim auf der linken Seite in den Hasborner Sechzehner eindrang und den Ball zum Anschlusstreffer im kurzen Eck unterbrachte. Nun begann bei Hasborn das große Zittern: Steinbach warf in der Schlussviertelstunde alles nach vorne, um noch irgendwie den Ausgleich zu erzielen, Schlussmann Sascha Seiwert glich in dieser Phase eher einem Libero als einem Torwart. Diese riskante Spielweise der Hausherren bot Hasborn jedoch Platz zum Kontern: In der vierten Minute der Nachspielzeit, Steinbach war mit Mann und Maus aufgerückt, landete ein Hasborner Befreiungsschlag auf Fernando da Silva Carl, der allein auf das entblößte Tor der Ostsaarländer zusteuerte und mit seinem ersten Saisontreffer den 3:1-Endstand aus Sicht der Rot-Weißen markierte.

    Hasborns Spielausschuss Jörg Feid war nach dem Spiel ebenso fertig wie glücklich: „Dieser Sieg war heute immens wichtig für uns. Das war eines dieser vielzitierten Sechs-Punkte-Spiele, das wir einfach gewinnen mussten. Auch wenn die Mannschaft es nachher noch unnötig spannend gemacht hat, denke ich, dass wir aufgrund unserer Leistung verdient gewonnen haben.“ Am kommenden Wochenende hat der SV Hasborn zunächst spielfrei, bevor eine Woche später dann der stark abstiegsbedrohte FV Siersburg im Waldstadion zu Gast ist.

    TuS Steinbach: Seiwert – di Giovanni (46. Jachim), Hainer, Marjanovic, Groß, Würtz, Decker, Schneider (54. Jener), Akyol, Ferrara, Veith

    SV Hasborn: Schug – Thul, Gornik (70. K. Rauber), M. Rauber, Theobald, Hoffmann, Gemmel (88. da Silva Carl), Holz, Küss, Klein (84. Bruni), Kamu

    VfL Primstal – DJK Bildstock  1:0 (0:0)
    Für den VfL Primstal rückt der Aufstieg in die Oberliga in immer greifbarere Nähe: Das Team von Andreas Caryot profitierte von den Ausrutschern der direkten Konkurrenten aus Friedrichsthal und Köllerbach und schob sich durch den Sieg gegen Bildstock auf den Relegationsplatz zwei vor.
    Dabei sahen die Zuschauer im Allerswaldstadion an einem regnerischen Ostermontag zunächst ein dem Wetter entsprechendes Spiel. Keiner der beiden Mannschaften gelang es, sich nennenswerte Tormöglichkeiten herauszuspielen, auch wenn die Gäste aus dem Regionalverband leichte Feldvorteile für sich verzeichnen konnten. Folgerichtig wurden torlos die Seiten gewechselt.

    Im zweiten Durchgang legte dann vor allem Bildstock einen Zahn zu, obgleich der abstiegsbedrohte Club im nächsten Jahr ohnehin nicht mehr in der Saarlandliga vertreten sein wird. Primstals Abwehr geriet nun stärker unter Druck und DJK-Stürmer Lionel Schmidt lief gleich zweimal alleine auf VfL-Schlussmann Simon Holz zu, der beide Situationen jedoch entschärfen konnte. Ein weiterer Fernschuss der Gäste klatschte nach rund siebzig Minuten an die Latte des Primstaler Gehäuses. Die Gastgeber wurden vor allem bei Bildstocker Fehlern gefährlich. So auch in der 83. Minute, als Pascal Limke nach einem Stellungsfehler in der Defensivreihe der Gäste den Ball scharf in die Mitte hereingab, wo ihn Pascal Schmidt aus kurzer Distanz nur noch zur 1:0-Führung über die Linie drücken musste. Während der verbleibenden Spielzeit versuchten die Gäste noch, den Ausgleich zu erzwingen, verfügten jedoch nicht mehr über die Mittel, die Primstaler Defensive ernsthaft in Verlegenheit zu bringen, womit am Ende ein 1:0-Sieg der Hausherren zu Buche stand.
    VfL-Trainer Caryot freute sich nach dem Ende über die gewonnenen Punkte: „Natürlich war dieser Sieg heute etwas glücklich für uns. Aber ich sage immer: Wenn man es schafft sein Tor zu schießen und der Gegner eben nicht, dann hat man es auch verdient, zu gewinnen. Der Dreier war umso wichtiger im Hinblick auf unser schwieriges Restprogramm, in dem wir noch gegen Friedrichsthal und Eppelborn spielen müssen.“ Nächste Woche trifft der VfL Primstal jedoch zunächst auf den abstiegsbedrohten TuS Steinbach, den man am Samstag im Allerswaldstadion empfängt.

    VfL Primstal: Holz – Kiefer, Pesch, Ostermann, Schröder, Haupenthal (76. Pabst), Limke, T. Scherer, Zimmer, Roob (68. P. Schmidt), Biehl (90. Schätzel)

    DJK Bildstock: Sorg – Fink, Schneider, Niebuhr, Kuntz (68. Pelagi), J. Scherer, Erdogan, Kuhn, Caligiuri (78. Bellia), Di Dio Parlapoco, L. Schmidt

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