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  • Dienstag, 24. Oktober 2017,

    JU Kreisverband St. Wendel fordert zentrales Oberstufengymnasium

    Am 21. Oktober fand der Saarlandtag der Jungen Union (JU) Saar in der Kulturhalle Hasborn-Dautweiler statt. Neben den Neuwahlen des Landesvorstandes forderten die Kreisverbände in ihren Anträgen Veränderungen in der Landespolitik. Zusätzlich zum Leitantrag „Deine Idee. Unsere Zukunft!“ wurde vom JU Kreisverband St. Wendel in Zusammenarbeit mit Neunkirchen und Saarlouis ein weiterer Antrag zum Thema Bildung eingebracht.

    Der Antrag „Bildungsoffensive 4.0: Qualitätsverbesserungen in der saarländischen Bildungslandschaft“ verfolgt unter anderem als Forderung die Zusammenlegung der eigenständigen Oberstufen der Gemeinschaftsschulen zu zentralen Oberstufengymnasien. Mit dieser Umstrukturierung der saarländischen Bildungslandschaft soll die Qualität des saarländischen Abiturs verbessert werden.

    Für den Landkreis St. Wendel bedeutet dies nach den Vorstellungen der JU konkret, dass die Gemeinschaftsschulen Marpingen, Türkismühle, Freisen, St. Wendel und Theley sowie das berufliche Oberstufengymnasium ihre Schülerinnen und Schüler für die Sekundarstufe II zu einem zentralen Oberstufengymnasium entsenden. Der JU ist wichtig, dass alle Gemeinschaftsschulen und das berufliche Oberstufengymnasium gleichberechtigte Zugangsmöglichkeiten zum Abitur erhalten.

    „Solche Oberstufengymnasien können durch eine höhere Schüleranzahl ein echtes Kursangebot anbieten. Jede einzelne Schule für sich kann – gerade mit Blick auf die anstehende Oberstufenreform – oft aufgrund der geringen Schüleranzahl in der Oberstufe nur ein Scheinangebot an Kursen vorhalten. Eine wirkliche Wahlmöglichkeit zwischen Kursen, die den individuellen Fähigkeiten und Neigungen der Schülerinnen und Schüler Rechnung tragen, ist mit dem derzeitigen Modell kaum möglich“, sagt JU Kreisvorsitzender Dennis Meisberger.

    Doch nicht nur die Erweiterung der Kursangebote wäre ein Vorteil solcher Oberstufengymnasien, sondern auch die Qualität des Unterrichts würde sich verbessern. Ein zentrales Oberstufengymnasium trägt zu besserer Vergleichbarkeit von Schülerleistungen bei und führt damit sicherlich zu Niveausteigerungen. Diese werden zudem auch dadurch befördert, dass nur Lehrerinnen und Lehrer, die die hochwertige Ausbildung für die Sekundarstufe II durchlaufen haben, an solchen Oberstufengymnasien eingesetzt werden würden.

    Neben dem Hauptaugenmerk auf die Zentralisierung der Oberstufen sieht der Antrag vor, dass zukünftig die Zweitkorrektur der schriftlichen Abiturprüfungen nicht mehr schulintern, sondern von Lehrerinnen und Lehrern einer anderen Schule vorgenommen wird. Dadurch soll eine größere Objektivität bei der Bewertung erreicht werden. Zudem wird die vor einigen Jahren abgeschaffte Abweichungsprüfung im Abitur erneut gefordert. Dazu sagt Meisberger: „Wenn jemand in der schriftlichen Abiturprüfung um mehr als drei Notenpunkte von seiner Vornote abweicht, dann ist eine zusätzliche mündliche Prüfung zur genauen Ergebnisfeststellung sinnvoll.“

    Die „Bildungsoffensive“ aus dem Landkreis St. Wendel stieß auf Rückhalt in der JU Saar. Ein Landesrat wird sich mit der genannten Problematik auseinandersetzen. ​​

    Foto: JU Kreisverband

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