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  • Freitag, 13. Oktober 2017,

    „Hasborn ist ein Gefühl“ – „Landaufschwung“ untersucht Attraktivität von Hasborn-Dautweiler

    Hasborn-Dautweiler. Betrachtet man die Statistik der Gemeinde Tholey im Hinblick au den Ortsteil Hasborn-Dautweiler fällt eine Sache besonders auf: eine beachtliche Zahl derer, die nach Hasborn-Dautweiler ziehen, sind Rückkehrer. In den letzten 10 Jahren waren von insgesamt 804 Zuzügen satte 407 Wiederzuzüge. Nicht selbstverständlich für einen Ortsteil mit 2800 Einwohnern, findet auch der Soziologe Dr. Armin Kuphal, der das Projekt „Soziales Dorf Hasborn-Dautweiler“ wissenschaftlich begleitet: „Wenn sich die Menschen entscheiden, wieder in ihren Herkunftsort zurückzukehren,
    dann hat Hasborn tatsächlich etwas, was andere Orte nicht haben“.
    Mit der Frage, was das Besondere an Hasborn-Dautweiler ist, beschäftigt sich das Modellvorhaben Land(Auf)Schwung im Rahmen des Projektes „Zukunft Dorf“. Bürgermeister Hermann-Josef Schmidt konnte beim ersten Ideenworkshop am Dienstag rund 40 Hasborner Bürgerinnen und Bürger im Gasthaus Huth begrüßen. „Schon als Kind wird in den zahlreichen Vereinen ein Verbundenheitsgefühl erzeugt, das sich im Erwachsenenalter noch ausprägt“, erklärte Carina Wilhelm vom Karate Dojo Schaumberg. Nicht nur das rege Vereinsleben ist für viele ein Grund wieder zurückzukehren, sondern auch die Identität der Gemeinschaft sehen die Anwesenden als zentralen Ankerpunkt des Dorfes. „Hasborn ist ein Gefühl“, brachte es Franz-Josef Backes in der Diskussionsrundeb auf den Punkt. „Für meine beiden Kinder war recht schnell klar, dass sie nach dem Studium wieder zurück nach Hasborn kommen wollen“. Dr. Kuphal sieht in der positiven Bestandsaufnahme aber auch Probleme. Die ehrenamtlichen Macher in Vereinen oder Organisationen werden älter. „Die Staffelübergabe ist noch nicht ausreichend geklärt“, so Dr. Kuphal. Auch Ortsvorsteher Walter Krächan weiß um das Problem: „Mein Wunsch wäre es, dass Hasborn auch in der Zukunft genauso attraktiv bleibt wie es jetzt ist. Dafür müssen wir etwas tun“.

    Was die tatsächlichen Gründe für die Verwurzelung der Hasborner sind, soll mit Hilfe von Befragungen durchgeführt werden.

    Zum Projekt „Zukunft Dorf“

    „Zukunft Dorf“ ist ein Projekt, das im Rahmen des Bundemodellvorhabens „Land(auf)Schwung“ im Landkreis St. Wendel durchgeführt wird und unter direkter Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger eine Vision des Lebens im Dorf in 20 Jahren entwickeln will. Über einen Zeitraum von drei Jahren werden drei Themenschwerpunkte im Landkreis St. Wendel bearbeitet, um daraus konkrete Ideen, deren Qualität und Ausgestaltung eine unmittelbare Umsetzung erlaubt, zu gewinnen. Die Schwerpunkte werden, um eine möglichst große Teilhabe der Bewohnerinnen und Bewohner des Landkreises sicher zu stellen, auf unterschiedliche Kommunen verteilt. So soll aus Remmesweiler ein „Smart Village“, aus Hasborn-Dautweiler ein „Soziales Dorf“ und aus Oberkirchen ein „Energiedorf“ werden. Die dabei entstandenen Ideen können dann auch auf andere Dörfer übertragen und konkret umgesetzt werden. Der Landkreis St. Wendel wurde wegen seines großen Potentials und seiner wirtschaftlichen Stärken von einer unabhängigen Jury des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft als Modellregion ausgewählt. Das Förderprogramm Land(auf)Schwung läuft noch bis Ende 2019.

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