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  • Sonntag, 1. November 2015,

    Halloween in St. Wendel – ein gelungenes Event

    Die Basilika in mystischem Licht

    Die Basilika in mystischem Licht

    Die Basilika in mystischem Licht

    Wenn man am gestrigen Samstagabend durch die St. Wendeler Innenstadt schlenderte, meinte man fast, es sei Stadtfest. Tausende von Menschen säumten bei schönem Herbstwetter die Straßen der Altstadt und bummelten an den vielen Essens- und Getränkeständen vorbei.

    Der Grund für den Besucheransturm war die „Open-Air-Halloweenparty“ der Stadt. Und die Veranstalter hatten sich richtig Mühe gegeben: Eine Lichtinstallation, die den Dom und die alten Häuser in ein unwirkliches Kleid hüllte, Livemusik, Zauber- und Lichtshows bis in die Nacht hinein.

    Es wurde vieles für die Besucherinnen und Besucher geboten und die Stadt verkaufte sich wieder sehr gut dabei. Aber wie kommt man eigentlich auf die Idee eine Halloweenparty zu veranstalten? Halloween bezeichnet den Abend vor Allerheiligen. An Allerheiligen gedenken die Katholiken ihren vielen Heiligen und ihrer verstorbenen Angehörigen. Die Tradition, den Vorabend von Allerheiligen zu feiern, entwickelte sich im katholischen Irland und wurde von irischen Einwandern mit in die USA gebracht, wo das Fest kommerziell aufgebauscht wurde. Kritiker in Deutschland sehen in den seit etwa 15 Jahren aufkommenden „Halloweenbräuchen“ nichts als Konsum. Ein Blick in die Geschäfte vor dem 31. Oktober könnte ihnen recht geben. Aber für den Landkreis St. Wendel wäre dies zu einfach gesprochen. Denn so fremd sind uns die Bräuche nicht. Zum einen entstammt Halloween keltischen Traditionen. Die Kelten, die bekannterweise auch das St. Wendeler Land einst besiedelten, feierten zu Halloween das Ende des Sommers und ehrten dabei auch die Toten. Damit ist die Nähe zu Allerheiligen ersichtlich. Zum anderen sind der Region auch irische Einflüsse nicht ganz fremd, denn immerhin wurde das St. Wendeler Land durch den heiligen Wendelin missioniert und dieser stammte wahrscheinlich aus Irland.

    Auch ohne die Berufung auf die Tradition war es ein sehr gelungener Abend in St. Wendel, der die Stadt wieder von ihrer besten Seite gezeigt hat.

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