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  • Dienstag, 10. Januar 2017,

    Genkveranstaltung für die Opfer des Nationalsozialismus in St. Wendel

    St. Wendel. Mit einer zentralen Veranstaltung am Freitag, 27. Januar, 19 Uhr, im St. Wendeler Cusanus Gymnasium, begeht der Landkreis St. Wendel den Internationalen Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus. Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Seit 1996 offizieller Gedenktag in Deutschland, wurde der 27. Januar 2005 durch die Vereinten Nationen zum „Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“ erweitert. In seiner Rede vor dem Bundestag am 27. Januar 2015 sagte Bundespräsident Joachim Gauck: „Es gibt keine deutsche Identität ohne Auschwitz. Die Erinnerung an den Holocaust bleibt eine Sache aller Bürger, die in Deutschland leben. Er gehört zur Geschichte dieses Landes.“

    „Die zentrale Gedenkveranstaltung, die der Landkreis St. Wendel seit 2015 jährlich durchführt, bildet einen wichtigen Mosaikstein der Erinnerungskultur in unserem Landkreis, die sich verantwortungsvoll mit der nationalsozialistischen Vergangenheit der Region auseinandersetzt. Wir erinnern, weil es unsere moralische, unsere demokratische Pflicht ist, dass der Schandfleck der deutschen Geschichte nicht vergessen wird“, sagt Landrat Udo Recktenwald. Die begangenen Verbrechen mahnen noch heute, die Werte der freiheitlich-demokratischen Grundordnung zu wahren und zu verteidigen. Dies müsse vor allem den jüngeren Generationen deutlich gemacht werden.

    Daher werden am 27. Januar in der Aula des Cusanus Gymnasiums Schüler des Seminarfachs „Spuren von Krieg und Faschismus im St. Wendeler Land“ ihre Arbeit vorstellen, dabei auch Einzelschicksale von Opfern des NS-Regimes beleuchten. Pfarrer Gerhard Koepke, Superintendent des Kirchenkreises Saar-Ost, referiert zum Thema „Das Dritte Reich und die evangelische Kirche – regionale Perspektive“. Schüler der Schule sorgen für den musikalischen Rahmen. Der Erlös des Getränkeverkaufs durch die AG „Misheni Moyo“ wird wohltätigen Zwecken gespendet. Die Veranstaltung wird durch den Historiker Bernhard W. Planz moderiert. Der Eintritt ist frei.

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