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  • Freitag, 14. Juli 2017,

    Durch die Lüfte schweben – Der Aero-Club Saar in Marpingen macht es möglich

    Wie ein Vogel durch die Lüfte schweben, vor einem erstrecken sich unendliche Weiten und wenn der Blick nach unten schweift, sieht man nichts außer Felder, idyllische Wälder und kleine Ortschaften. Was sich wie ein Traum anhört, ist für die Mitglieder des Aero-Clubs Saar bereits Normalität und diese lassen den Traum vom Fliegen auch für jeden der möchte wahr werden. Das Marpinger Segelflugzentrum „Helmut Reichmann“ ermöglicht durch seine vielfältigen Angebote, Besuchern das Gleiten durch die Lüfte hautnah zu erleben. Auch für erfahrene Flieger oder welche, die es werden wollen, bietet der Verein ein breites Spektrum an Möglichkeiten an. Als Austragungsort von Wettkämpfen erlangte der Flugplatz in Marpingen als Leistungszentrum bundesweites Ansehen. In thermisch günstiger Lage mit direktem Blick auf den Schaumberg, liegt der Flugplatz am Ortsrand von Marpingen „Auf der Sang“. Dass der Flugplatz heute all diese Möglichkeiten eröffnen kann, ist den Mitgliedern, Helfern und Unterstützern zu verdanken, die mit viel Schweiß, Aufopferung und Herzblut das Zentrum aufgebaut haben und es immer noch unterhalten. Dadurch ist es zum Aushängeschild des saarländischen, aber auch des deutschen Luftsports geworden.

    Schon im Jahre 1958 wurden in Marpingen aufgrund optimaler geographischer Gegebenheiten, erste Flugversuche durchgeführt und seit diesem Zeitpunkt schritt die Entwicklung zum heutigen Leistungssportzentrum rasant fort. 1963 begannen die ersten Bauarbeiten des FSV Kreis St. Wendel auf dem frisch erworbenen Gelände und nach dem Umbau des Flugplatzes Ensheim zum Verkehrsflughafen 1969 verlagerten die drei Vereine ASC Dudweiler, Akaflieg Saarbrücken und FSV Saarbrücken ihren Standort nach Marpingen. Das Gelände wurde danach vom Aero-Club Saar gekauft. Umbaumaßnahmen fanden dann ab 1970 statt, da man nun sowohl dem Anspruch als regionales Segelflugleistungszentrum, als auch dem auf Bundesebene gerecht werden wollte. Der Platz wurde auf 200m verbreitert, planiert und mit Gebäuden versehen.  Dies geschah durch die Unterstützung der Bundesregierung, des Bundesausschusses Leistungssport, der saarländischen Landesregierung, des Landessportverbandes für das Saarland, des Landkreises St. Wendel, der Gemeinde Marpingen sowie einer Pioniereinheit der US Airforce aus Ramstein. Offiziell freigegeben für die Bundesnutzung wurde das fertige Landesleistungszentrum im Juni 1981. Dieser Meilenstein ist vor allem dem Namensgeber des Zentrums, dem dreifachen Segelflugweltmeister Prof. Dr. Helmut Reichmann zu verdanken.

    Auf dem 20ha großen Gelände können bei angemessenem Wetter ganzjährig Flieger starten und landen. Im Jahr sind das ca. 10.000 Flugbewegungen. Dauerhaft befinden sich ungefähr 40 Segelflugzeuge, vier Motorsegler, fünf Flugzeuge für den Flugzeugschlepp sowie eine Doppeltrommelwinde auf dem Gelände. Die Lage des Platzes erlaubt es, eine Vielzahl an thermisch günstigen Strecken zu fliegen. Gerade wegen der hindernisfreien Anflugsfläche und der großen Landefläche eignet sich der Marpinger Platz auch für Anfänger. Für ungeübte Piloten bietet sich der erste Überlandflug zu einem der über zehn Flugplätze an, welche im Umkreis von 50 km um Marpingen liegen. Die insgesamt fünf möglichen Dreiecke, die von Marpingen aus angeflogen werden können, sind für Anfänger gut machbar. Aber auch für erfahrene Leistungsflieger ist der Marpinger Flugplatz als Ausgangspunkt durchaus attraktiv. Ausgiebige Ausflüge in die Eifel, das Sauerland, den Odenwald und den Schwarzwald bieten sich an.

    Doch man muss überhaupt nicht mit dem Luftsport vertraut sein um an einem Flug teilzunehmen. Gegen das Aufbringen der Selbstkosten kann man gemeinsam mit erfahrenen Piloten der örtlichen Luftsportvereine bei sogenannten Schnupperflügen das Saarland von oben bewundern. Dies ist sowohl mit einem Segelflugzeug als auch mit einem Motorsegler möglich.

    Genutzt wird das Zentrum heute hauptsächlich vom Landesverband als Weiterbildungsstätte für seine Mitglieder. Dort finden Tagungen, Seminare und Lehrgänge in Theorie und Praxis statt. Auch der Nachwuchs wird in Marpingen ausgebildet. Dadurch dass das Flugzentrum auch für die Ausrichtung von großen Wettbewerben ausgelegt ist, bietet es auch ausreichende Räumlichkeiten um als optimaler Aufenthaltsort auch für Nicht-Mitglieder zu fungieren. Gästezimmer, Teeküche, Unterrichtsräume, Duschanlagen und Campingflächen ermöglichen es, Segelflieger auf Wanderschaft oder sogar ganze Segelflugvereine zu beherbergen. Auch der Familienurlaub kann ohne große Probleme im Flugzentrum gebucht werden. Neben den Flugangeboten gibt es auch zahlreiche Ausflugsziele in der direkten Umgebung, die das Angebot auch für Flieger, die mit ihrer Familie anreisen, attraktiv macht. Zu den Ausflugszielen, die das Zentrum seinen Besuchern empfiehlt, gehören unter anderem der Bostalsee, der Schaumberg und das Erlebnisbad sowie das Flugzeugmuseum in Hermeskeil.

    Auch Führungen durch das Zentrum können auf Anfrage abgehalten werden. Hierbei sind Einzelpersonen aber auch größere Gruppen wie etwa Schulklassen oder Vereine gern gesehene Gäste.

    Bei Interesse an einem dieser zahlreichen Angebotekann man sich an den Zentrumsleiter Herrn Joachim Trautmann wenden.
    Tel.: +49 (0)6853 4774
    Fax: +49 (0)6853 4390
    E-Mail: segelflugzentrum@aeroclub-saar.de

    Foto: Pohl

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