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  • Montag, 4. September 2017,

    Die Nationalparkpartner sind da

    Gäste im Nationalpark Hunsrück-Hochwald suchen Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten. Sie möchten nach einer Wander- oder Rangertour durch die Wildnis noch einen Kaffee trinken oder Essen gehen. Zukünftig können die Besucher der Region Gastgeber nach einem Kriterium auswählen, dass neue Standards setzt.

    Am Montag wurden 27 Betriebe als Partner des Nationalparks Hunsrück-Hochwald ausgezeichnet. Im Beisein von Frau Staatsministerin Ulrike Höfken, Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten Rheinland-Pfalz und Frau Staatsministerin Anke Rehlinger, Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr Saarland erhielten die Betriebe ihre Urkunde. Fortan dürfen sie mit dem Titel „Partner des Nationalparks Hunsrück-Hochwald“ werben.

    Bei den Betrieben handelt es sich um einen bunten Mix aus Campingplätzen, Ferienparks, Cafés, Landgasthäusern und Restaurants, Ferienwohnungen, Cateringunternehmen und Hotels. Sie alle bieten zusammen ein breites Angebot für die Gäste der Nationalpark-Region. Und die können zukünftig sicher sein, bei einem Nationalpark-Partnerbetrieb Informationen über den Nationalpark zu erhalten, regionale Gerichte auf der Speisekarte zu finden und nachhaltig zu übernachten.

    Der Slogan „Partner der Nationalen Naturlandschaften“ steht für Kooperationsprogramme zwischen Schutzgebieten und regional ansässigen Betrieben. Diese sogenannten „Partner-Initiativen“ verbinden ein gästeorientiertes Naturerlebnis mit hohem Qualitätsanspruch und tragen zugleich dem Schutz der Natur Rechnung. Dazu gibt es einen Mindeststandard, der in allen Schutzgebieten gilt. So weiß der Gast, dass das Angebot der Partner im Wattenmeer oder Bayrischen Wald vergleichbar mit denen im Hunsrück-Hochwald ist. Bundesweit gibt es aktuell 27 Partner-Initiativen, die am Programm „Partner der Nationalen Naturlandschaften“ des Dachverbands EUROPARC beteiligt sind, darunter auch der Nationalpark Hunsrück-Hochwald.

    Die Anerkennung der ersten Partner ist der Anfang einer guten Entwicklung für die gesamte Region. Die saarländische Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger sagte anlässlich der Urkundenverleihung: „Wir haben einen großen Qualitätsschub für den Nationalpark Hunsrück-Hochwald und unsere Region erreicht. Ich freue mich natürlich vor allem, die saarländischen Partnerbetriebe auszeichnen zu können. Sie sind wichtige Kooperationspartner für die Weiterentwicklung des Tourismus im Saarland.“ Die rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken ergänzt: „Besucherinnen und Besucher der Nationalpark-Region haben mit den neuen Partnerbetrieben eine vielfältige Auswahl an nachhaltigen Speise- und Übernachtungsangeboten. Alle Nationalpark-Partnerbetriebe mit Gastronomie haben sich verpflichtet, mindestens zwei Gerichte aus regionalen oder ökologischen Erzeugnissen auf ihrer Speisekarte anzubieten.“ Sie seien auch alle Mitglieder bei den vom Land unterstützten Regionalinitiativen wie zum Beispiel Ebbes von Hei! oder SooNahe, führte die Ministerin an.

    Mittlerweile haben sich mehr als 60 Betriebe beim Partnerprogramm beworben. Im Nationalparkamt werden die interessierten Unternehmen aus der Region beraten und auf weitere Schritte im Laufe des Bewerbungsverfahrens vorbereitet. Die Anerkennung erfolgt schließlich durch ein unabhängiges Gremium, den Vergaberat. Dieser besteht aus Experten aus Tourismus, Hotellerie/Gastronomie, Forschung, Wirtschaft und Verbänden.

    Die anerkannten Betriebe bekennen sich zu den Kernzielen Naturschutz, Qualität, Regionalität und Nachhaltigkeit des Nationalparks. Birgit Grauvogel, Vorsitzende des Vergaberats, erklärt, worauf es ankommt: „Die Partner sind ServiceQualität Deutschland-zertifiziert und alle Mitglieder von Regionalinitiativen. Eine nachhaltige Weiterentwicklung, zum Beispiel über den Nachweis von Ökosiegeln und ein Ausbau der barrierefreien Angebote, wird, soweit derzeit nicht vorhanden, in den nächsten Jahren erfolgen. Wichtig ist, ein stimmiges Angebot entlang der Servicekette. Denn, wenn die Rangertour gut ist, das Essen oder der Service aber nicht, wird auch der Besuch im Nationalpark nicht gut bewertet.“

    Die Betriebe, die es noch nicht geschafft haben, können weiter im Verfahren bleiben. Der Leiter des Nationalparks, Dr. Harald Egidi: „Die Tür steht weiter offen. Heute ist ein erster Schritt erfolgt. Viele Betriebe arbeiten daran besser zu werden und erhalten vom Nationalpark weiterhin eine Unterstützung auf ihrem Weg zur Partnerschaft. Zusammen mit den touristischen Landesorganisationen des Saarlands und Rheinland-Pfalz sowie regionalen und lokalen Touristikern helfen wir gerne weiter.“ Dieser Service wird angenommen. Parallel zum derzeitigen Vergabeverfahren verzeichnet das Nationalparkamt bereits weitere Anfragen von potentiellen Partnern.

    Auf der Website des Nationalparks Hunsrück-Hochwald wurde ein eigener Bereich eingerichtet, in dem Besucher und Interessierte alle Partnerbetriebe im Überblick einsehen können. Um die Vielzahl an jetzigen und zukünftigen Partnern übersichtlich darzustellen, wurde eine Karte integriert, in der alle offiziell anerkannten Partner nach Branche dargestellt werden. Besucher können so ihren Ausflug im Nationalpark einfach mit ortsnahen Partnerbetrieben planen. Die Website ist über folgenden Link direkt erreichbar: http://www.nationalpark-hunsrueck-hochwald.de/partner

    Foto: Funk

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