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  • Dienstag, 14. Februar 2017,

    Cusanustag 2017: Ehrung besonderer Leistungen und Erinnern an Nikolaus von Kues

    Am vergangenen Freitag lud das Cusanus Gymnasium St. Wendel zum diesjährigen Cusanustag zahlreiche Gäste in die Aula ein, um Schüler auszuzeichnen, die sich in vergangener Zeit durch besondere Leistungen hervorgebracht haben. So wurde erstmals im Schuljahr 2009/2010 der Cusanustag begangen. Natürlich geht es an diesem Tag auch um den Namensgeber der Schule, Nikolaus von Kues. Schülerinnen und Schüler sollen mehr über das Leben und Wirken von Cusanus erfahren und so wurde der Cusanustag initiiert. Hermann Backes, Oberstudienrat des Cusanusgymnasium St. Wendel entwarf eigens die sogenannte „Cusanus Medaille“, die an diesem Abend wie auch in den Jahren zuvor den Schülerinnen und Schülern feierlich verliehen wurde.

    Teilnehmer von außerschulischen Wettbewerben, Abiturienten, die über mehrere Jahre in AGs mitwirkten, oder Jahrgangsbeste der Schulen werden mit der Medaille ausgezeichnet. Aber auch Schülerinnen und Schüler des Abiturjahrgangs, die besonderes Engagement für die Schulgemeinschaft gezeigt haben, erhalten am jährlichen Cusanustag den Cusanuspreis in Form der Stele. In jedem Jahr findet eine Festrede statt, die sich vor allem mit der Geschichte des Nikolaus von Kues befasst. In diesem Jahr konnte das Cusanusgymnasium den Bundesminister für besondere Aufgaben und Chef des Bundeskanzleramts Peter Altmaier gewinnen.

    Die Festveranstaltung wurde durch die Percussion AG unter Leitung von Katharina Becker mit einer treibenden Percussioneinlage eröffnet. Schulleiter Dr. Martin Wagner begrüßte die Gäste des 8. Cusanustages unter denen sich auch Vertreter des Saarländischen Landtages befanden, ebenso die ehemaligen Direktoren des Cusanusgymnasium, sowie Oberstudienrat Bommer vom Arnold Janssen Gymnasium, Oberstudiendirektor Ohlmann vom Gymnasium Wendalinum, die stellvertretende Schulleiterin der Dr. Walter Bruch Schule Kirstin Prahms und Professor Dr. Helling vom Umweltcampus Birkenfeld, mit dem das Cusanusgymnasium bei Messen oder Praktika kooperiert. Ebenso waren viele ehemalige Schüler des Cusanusgymnasium anwesend. Wagner betonte, dass ohne die Mithilfe der Eltern und Schüler, die die Schule auch nach außen repräsentieren eine solche Veranstaltung nicht möglich sei. Daher solle der Cusanustag auch als Dank und Anerkennung fungieren.

    Peter Altmaier, der extra aus Berlin und trotz der Wahl des Bundespräsidenten am darauffolgenden Tag angereist bekam, fühlte sich geehrt, als Festredner für die Veranstaltung gewählt worden zu sein. Mit einem Augenzwinkern berichtete er, dass er Kanzlerin Merkel zunächst überzeugen musste, dass er für diesen Tag abreisen müsse. Die Kanzlerin habe jedoch zugestimmt und nicht einmal die CSU habe ein Veto eingelegt. So startete Altmaier in seine Rede und führte somit zum eigentlichen Thema. Wie auch Nikolaus von Kues, lege er Wert immer wieder zur Basis zurückzukehren und auch in die kleinsten Orte zu reisen, um etwas zu lernen. In der heutigen Zeit sei es wichtiger denn je, dass man das Gespräch suche und das wollte er mit dem Besuch am Cusanusgymnasium erreichen. Er gratulierte den Schülerinnen und Schülern aber auch den Eltern derer, die mit Feuereifer und voller Elan Dinge aus eigener Kraft schaffen. In seiner Rede ging es um Werte. Werte im europäischen Sinne: Freiheit und Gleichheit. Es sei eine große Errungenschaft, dass man heute ohne Schranken, die Chance habe, sein Glück zu machen. Nikolaus von Kues, so sagte Altmaier in seiner Festrede, sei der erste Europäer gewesen. Er habe bereits damals die Wurzeln vieler Kulturen in sich getragen. Man brauche ein klares Gerüst an Werten, um einen Kompass in der Hand zu haben, der einen richtig durchs Leben führt. Dies sei auch Aufgabe der Pädagogen. In seiner Rede sprach er von wirtschaftlichen Themen, kratzte die Entwicklungspolitik aber auch die Flüchtlingspolitik und humanitäre Verpflichtungen an und fand dennoch immer wieder den Vergleich zum Leben und Wirken von Nikolaus von Kues. Auch wenn er an diesem Abend keine politischen Aussagen machen wollte, so handelte seine fast zweistündige Rede doch von vielen Themen, die derzeit das politische Geschehen bestimmen. Abschließend betonte er, dass in der heutigen Zeit der Zusammenhalt aller Demokraten wichtig sei, damit rechtsextreme Parteien nicht die Möglichkeit haben, weiter bestehen zu können.

    Im Anschluss an Altmaiers Rede wurden die Cusanus- Medaillen in den 14 Kategorien ausgezeichnet. Die Preisträger kamen aus der AG „Misheni Moyo“, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Welt zu verbessern. Geehrt wurden ebenso für besondere Leistungen Anne Schwindling und Frederik Schmitt, die sich als Schulsanitäter am Cusanusgymnasium bei diversen Veranstaltungen und auch im Schulalltag eingesetzt haben. Die sieben Jahrgangsbesten aus verschiedenen Klassenstufen erhielten an diesem Abend die hauseigene Auszeichnung für großartige schulische Leistungen. Zum sechsten Mal wurden Schülerinnen und Schüler für ihr Engagement die französische Sprache betreffend mit dem DELF Diplom geehrt. Ebenso erhielten die Schülerinnen und Schüler der Zeitungs AG, des Projekts C(h)o(r)lores unter der Leitung von Herrn Bleimehl, die Teilnehmer der Unterstufen- Theater AG, die Tischtennis Mädchen des Gymnasiums für die Teilnahme bei Jugend trainiert für Olympia, sowie die Teilnehmer des Wettbewerbs „Informatik Biber“ der Klassenstufe 6 und die Schülerinnen und Schüler der Mathematik Olympiade der Landesrunde die Cusanusmedaillen. Drei weitere Gruppen wurden ebenso ausgezeichnet. Unter ihnen die Schülerinnen des Landeswettbewerbs ChemEx Saar Jule Berlich und Josina Lesch. Sie erreichten den 3. Platz der Klassenstufe 8. An diesem Wettbewerb hatten sich mehr als 250 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 8 bis 10 beteiligt. Die Cusanusmedaille für die Beteiligung am Wettbewerb „Diercke Wissen“ sind an Jutta Scheffing aus der Klassenstufe 10. Jutta Scheffing war erfolgreichste Teilnehmerin aus dem Landkreis St. Wendel und hatte Platz zwei beim größten deutschen Geographiewettbewerb belegt. Zarah Mayer präsentierte bei „Jugend präsentiert“ ihren Vortrag „Warum färben sich die Blätter der Bäume im Herbst bunt“. Für ihre erfolgreiche Teilnahme wurde sie ebenso mit der Cusanusmedaille ausgezeichnet. Die letzte Kategorie „Internationale naturwissenschaftliche Wettbewerbe“ brachte neun weiteren Schülerinnen und Schülern des Cusanusgymnasium die Ehrung der Cusanusmedaille ein.

    Mit einer sehr emotionalen sowie persönlichen Laudatio ehrte abschließend Holger Büch seine Schülerin Sarah Fader mit dem Cusanus- Preis 2017. Sarah Fader hatte sich während ihrer Schullaufbahn am Cusanusgymnasium durch ihr besonders soziales Verhalten hervorgehoben. Bereits in Klassenstufe 8 habe ihr leidenschaftlicher Einsatz für die Schule begonnen. Ihr Brennen und Wirken an der Schule habe Wirklichkeit geschaffen. Angstfrei habe sich Sarah Fader immer für das Wohl derer eingesetzt, die Hilfe benötigen. Dieses Verhalten werde ihr auch im künftigen Leben viele Türen öffnen, so Büch. Mit dem Gedanken der Humanität im Herzen, werde sie in ihrem Leben weit kommen.

    Musikalisch wurde der Abend durch den Unterstufenchor, durch den Chor Cholores, sowie durch Sopranistin Katharina Becker und Violinist Bastian Dumanic unter Leitung von Harald Bleimehl umrahmt.

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