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  • Montag, 20. März 2017,

    Börsen-AG der GemS St. Wendel fuhr nach Stuttgart

    Am 13.03.2017 unternahm die Börsen-AG mit insgesamt 28 Schülerinnen und Schülern der Gemeinschaftsschule St.Wendel Betriebserkundungen in Stuttgart. Zuerst stand die Börse Stuttgart auf dem Programm. Dort angekommen schauten die Schüler begeistert auf die zahlreichen Bildschirme an den Arbeitsplätzen der Börsenmakler. Jeder Makler hat seinen Bereich, so z.B. werden Auslandsaktien, Aktien aus dem DAX, Derivate, Optionsscheine, ETF’s, Fonds, Unternehmens- und Staatsanleihen oder Wertpapiere aus dem Freiverkehr gehandelt. Insgesamt werden an der Börse Stuttgart 1,2 Mio. Wertpapiere gehandelt, 2016 wurden 80,1 Mrd. € umgesetzt.

    Herr Trendl von der Börse Stuttgart betonte, wie vorteilhaft ein Vermögensaufbau in jungen Jahren ist, um im Alter entsprechende Reserven zu haben. Insbesondere beim aktuellen Zinsniveau von 0,3% auf deutsche Staatsanleihen einerseits und einer Inflationsrate von 2,2%  (Februar 2017) andererseits komme man nicht an Aktien vorbei. Die Deutschen sind allerdings im Gegensatz zu den Amerikanern wenig an Aktien interessiert, hierzulande haben nur 7% Aktien im Gegensatz dazu in den USA über 44%.

    Als Aktionär hat man wichtige Rechte, so. z.B. das Recht an der Hauptversammlung teilzunehmen. Auch partizipiert man am Erfolg eines Unternehmens, wenn es eine Dividende ausschüttet. In der Entwicklung des DAX sind die Dividenden mit eingerechnet, würde man sie herausrechnen, so sähe die Performance deutlich schwächer aus. Fast 50% der Indexpunkte gehen auf die Dividenden zurück. Größte Dividendenzahler im DAX sind die Allianz mit 7,30€ (4,55%) und Daimler 3,25€ (4,88%) je Anteilsschein. Neben dem Blick auf die Dividende sind beim Aktienkauf noch viele weitere Dinge zu beachten. Im Rahmen der AG „Planspiel Börse“ haben die Schüler besonders auf das KGV, den Gewinn je Aktie und das Geschäftsmodell des Unternehmens geachtet.

    Grundsätzlich sollte man sein Kapital diversifizieren, d.h. aufteilen, damit man sein Risiko streut, gemäß der alten Börsenweisheit: „Nicht alle Eier in einen Korb zu legen.“ Die durchschnittliche Höhe eines Aktienkaufs an der Börse Stuttgart, die sich auf Privatanleger spezialisiert hat, beträgt 7000,-€.

    Nach der Führung durch die Börse Stuttgart ging es weiter nach Stuttgart – Zuffenhausen zum Porsche Werk. Dort werden der 911, der Cayman und der Boxter mit viel Handarbeit gefertigt. In zwei Gruppen wurden die Motorenfertigung, die „Hochzeit“ und die Endmontage besichtigt. Unter der Hochzeit versteht der Autobauer die Zusammenführung und Verschraubung von Karosserie und Motor.

    Bei der Endmontage laufen alle drei in Zuffenhausen gefertigten Modelle auf einer Produktionslinie. Auf Grund der vielen Wahlmöglichkeiten ist rechnerisch fast eine Milliarde an Möglichkeiten vorhanden, wie das Auto aussehen soll, d.h., man kann sich sein Auto angefangen bei der Farbgebung der Nähte, des Leders, des Lackes über die Gestaltung der Felgen bis hin zu Extrawünschen wie Goldstaub im Lack oder rosa Leder sehr frei nach eigenen Wünschen gestalten. Porsche ist stolz darauf, dass es sehr unwahrscheinlich ist, dass es ein Auto zwei Mal auf der Welt gibt. Die gewünschten Komponenten sind mit Hilfe von führerlosen Elektrotransportfahrzeugen „Just-in-Time“ an der vorgesehen Stelle im Montageprozess.

    Im Schuljahr 2017/18 wird an der Gemeinschaftsschule St.Wendel das Planspiel Börse wieder für die Klassen 8 bis 10 angeboten. Auch ist dann im nächsten Schuljahr die Besichtigung von Daimler in Sindelfingen und der Stuttgarter Börse geplant.

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