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350 Schülerinnen und Schüler für Ausbildung im Ausland sensibilisiert

Eine Besonderheit der Großregion SaarLorLux ist die Mobilität der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. In den letzten Jahren ist die Zahl an Berufspendlern, also Berufstätige, die zwischen den Teilregionen der Großregion, d.h. Saarland, Lothringen, Luxemburg, Rheinland-Pfalz und Wallonien, täglich zur Arbeit und wieder zurück pendeln, erkennbar gestiegen und beläuft sich mittlerweile auf über 200 000 Personen. Somit gilt die Großregion als der größte grenzüberschreitende Berufspendlerraum innerhalb Europas.

 

Neben der Mobilität der bereits berufstätigen Menschen rückt zunehmend die nachfolgende Arbeitnehmergeneration in den Fokus. Es geht darum, Jugendliche bereits in ihrer Schullaufbahn interkulturell zu sensibilisieren und zur kritisch-konstruktiven Auseinandersetzung hinsichtlich beruflicher bzw. berufsorientierender grenzüberschreitender Mobilität anzuregen.  Vor diesem Hintergrund haben die Europäische Akademie Otzenhausen, die Agentur für Arbeit Saarland sowie die EURES-Berater der Großregion das Projekt „Meine Grenz-Erfahrungen – Vivre, se former et travailler dans la Grande Région SaarLorLux“ initiiert.

 

Bei einem erfolgreichen Auftakt im Jahr 2015 wurden junge Multiplikatorinnen und Multiplikatoren mit Auslandserfahrung zu sogenannten „Jungen Botschaftern der Mobilität“ ausgebildet. Nach einer ersten Phase in 2015 führten die jungen Botschafter zwischen März und Dezember 2016 insgesamt achtzehn Workshops in dreizehn Schulen durch. Es handelte sich dabei um Gymnasien und berufsbildende Schulen im Saarland und in Lothringen.

 

Insgesamt wurden 2016 rund 350 Schülerinnen und Schüler im Alter zwischen 15 und 19 Jahren durch den Ansatz der peer-education, also durch andere junge Personen, über Chancen und Herausforderungen einer internationalen Erfahrung informiert. In Workshops berichteten die Multiplikatoren von ihren eigenen Erfahrungen und stellten den Schülerinnen und Schülern verschiedenste Möglichkeiten vor, ihre (Schul-)Ausbildung ganz oder teilweise im Ausland zu absolvieren. Dabei gingen sie auch auf die jeweiligen Fragen und Bedenken der Jugendlichen ein, z.B. auf Finanzierung, die Angst vor Sprachproblemen oder Heimweh.

 

Die Schülerinnen und Schüler bewerteten die Workshops dabei zu 99 Prozent als positiv bzw. sehr positiv. 73 Prozent gaben die Rückmeldung, sie könnten sich jetzt eher vorstellen, für eine längere Zeit im Ausland zu leben. „Der Workshop hat mir Möglichkeiten aufgezeigt, wie ich meine Ausbildung internationaler gestalten kann und hat meinen Wunsch bestärkt, ins Ausland zu gehen um meinen Horizont zu erweitern“, so ein Teilnehmer eines Workshops.

 

Die Europäische Akademie Otzenhausen, die Agentur für Arbeit Saarland sowie die EURES-Berater der Großregion sind mit dem Erfolg des Projekts sehr zufrieden. „Unser Hauptanliegen war es, Jugendlichen umfassende Informationen zu den Möglichkeiten einer Schul- und Ausbildungsphase im Ausland zu geben, um den beruflichen Horizont zu erweitern. Gleichzeitig trägt es zur Erhöhung der grenzüberschreitenden Mobilität bei“, so Jürgen Haßdenteufel, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Saarland.

Foto: EAO

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