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  • Dienstag, 21. November 2017,

    14. Nacht der Wissenschaft mit Verabschiedung Prof. Dr. Michael Eulenstein

    Foto: Jannik Scheer, Umwelt-Campus Birkenfeld: v.r.n.l.: Prof. Gisela Sparmann ( Vizepräsidentin der Hochschule Trier), Claudia Hornig ( Kanzlerin der Hochschule Trier), Prof. Dr. Michael Eulenstein mit seiner Frau

    Am Mittwoch, 15. November 2017, veranstaltete der Umwelt-Campus Birkenfeld die 14. Nacht der Wissenschaft. Dieses Mal wurde im Rahmen der Veranstaltung Prof. Dr. Michael Eulenstein, einer der drei Gründerprofessoren des Umwelt-Campus Birkenfeld in den Ruhestand verabschiedet.

    In Kurzvorträgen berichteten Professorinnen und Professoren über ihre aktuellen Forschungsthemen, um Politik, Wirtschaft, Freunden und Förderern sowie allen Forschungsinteressierten einen Einblick in die Welt der Wissenschaft zu geben.

    Zu Beginn begrüßte die Vizepräsidentin der Hochschule Prof. Dr. Gisela Sparmann alle Anwesenden und sprach von dem Event als ein „Öffnen der Wissenschaft für die Öffentlichkeit“. Nach der Begrüßung folgte der spannende Vortrag von Prof. Dr. Christian Kammlott zum Thema „Neue Methode zur Quantifizierung regionaler Wertschöpfung“. In der gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Diskussion gewinnt das Thema „Regionalität“ zunehmend an Bedeutung. Leistungsfähige Regionalinitiativen und starke Unternehmen vor Ort können erhebliche Beiträge zur Stärkung suburbaner, ländlicher Räume, zur Sicherung von qualifizierten Arbeitsplätzen „vor Ort“ und dem Erhalt von sozialen Infrastrukturen leisten. Dabei werden regionale Wirtschaftskreisläufe als die Basis – gleichsam die Motoren – einer nachhaltigen Regionalentwicklung verstanden. Bislang gibt es noch keine etablierte Berechnungsgrundlage für die Quantifizierung von regionalen Wertschöpfungsbeiträgen einzelner Unternehmen in messbaren Geldbeträgen. Herr Prof. Dr. Kammlott hat hierfür ein innovatives Modell entwickelt, mit dem bestimmt werden kann, wieviel Geld ein Unternehmen in „seine“ Region bringt und welche Beiträge damit geleistet werden können.

    Anschließend widmete sich Frau Prof. Dr. Heike Bradl dem Thema „Entwicklung neuartiger beschichteter Eisennanopartikel zur Behandlung von Abwasser aus der hydrothermalen Carbonisierung (HTC)“. Was zunächst sehr kompliziert klang, wurde von Frau Prof. Dr. Bradl verständlich und anschaulich erklärt und lieferte den Zuhörern einigen Stoff zum Nachdenken. Die Behandlung und Reinigung von kontaminiertem Wasser ist von lebenswichtiger Bedeutung. Am Beispiel eines Abwassers aus einem verfahrenstechnischen Prozess, der die natürliche Kohlebildung imitiert, der sogenannten hydrothermalen Cabonisierung (HTC), stellt Frau Prof. Dr. Heike Bradl Untersuchungen zur Entwicklung neuartiger beschichteter Eisennanopartikel vor, die sie im Rahmen ihres Forschungssemesters in Zusammenarbeit mit den Universitäten Montreal und Leipzig durchgeführt hat. Diese beschichteten Eisennanopartikel binden die Schadstoffe (Kohle) und ermöglichen somit ein anschließendes Abfiltrieren aus dem Wasser.

    Prof. Dr. Peter Fischer-Stabel beschäftigte sich mit „3D-Daten der Fernerkundung im Umweltmonitoring“. Einem visuellen Umfeld, das heutzutage durch immer spektakulärere Effekte und ein Höchstmaß an Realismus geprägt ist, bietet die 3D-Computergraphik die Möglichkeit, professionelle und realitätsnahe Präsentationen zu erstellen. Die Einsatzmöglichkeiten sind dabei fast unbegrenzt. Branchen wie Städte- und Regionalplanung, Tourismus oder auch Katastrophenmanagement und Umweltmonitoring nutzen heute in großem Umfang 3D-Technologien für ihre Zwecke. Woher die Daten stammen und in welcher Qualität sie vorliegen ist dabei häufig unbekannt. Im Rahmen des Kurzvortrages wurden deshalb einige Methoden zur Gewinnung von Gelände- und Oberflächenmodellen sowie ausgewählte Einsatzmöglichkeiten vorgestellt.

    Nach den Vorträgen fand die offizielle Verabschiedung von Herrn Prof. Dr. Michael Eulenstein in den Ruhestand statt. Prof. Eulenstein ist einer der drei Gründerprofessoren und langjähriger Aufbauauschussvorsitzender des Umwelt-Campus Birkenfeld und hat durch seine Tätigkeiten die Entstehung und das erfolgreiche Wachstum des Hochschulstandortes mit großem persönlichem Engagement vorangetrieben. Zu seinen Ehren hielten beide Dekane sowie die Vizepräsidentin der Hochschule bewegende Reden und erzählten einige amüsante Anekdoten aus der beruflichen Laufbahn des Gründervaters. Am Ende gab es tosenden Beifall für Professor Eulenstein. Beim abschließenden Get Together konnten die Anwesenden offenen Fragen klären,  und den Abend gemütlich ausklingen lassen.

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